Ortsverein
Baltmannsweiler

Dienstabend mal anders

 

Zu einem Dienstabend etwas anderer Art, traf sich die Bereitschaft vom DRK
Baltmannsweiler am Dienstagabend, den 04.07.2017. Ein wenig früher als sonst starteten wir mit unserem Fuhrpark Richtung Leonberg. Das heutige Ziel war das dortige Krankenhaus mit der Hubschrauberstation der DRF Luftrettung.
Gespannt warteten wir am Eingang, dann war es soweit. Im Anflug der Christoph-41 Typ EC135 der gerade von einem Einsatz zurückkam. Er tankte an der eigenen Tankstelle in kürzester Zeit 300L nach, wurde noch an den Strom angeschlossen um die Gerätschaften aufzuladen und dann waren er und die Besatzung bereit für eine Besichtigung mit unserer Bereitschaft. Immer mit dem Hintergedanken, dass jeden Moment ein neuer Einsatz folgen könnte und er 2 Minuten später schon wieder in der Luft sein könnte. An diesem Abend hatten wir Glück und er blieb am Boden.
Wir bekamen einen interessanten Einblick in die Arbeit der Crew. Um den Piloten kurz zu zitieren:
,, Wir retten wie ihr, wir kommen halt nur von oben’’!
Im Verlauf der Unterhaltung, zeigte sich dann, dass die Arbeit an Board doch um Einiges schwieriger ist als bei uns. Die Besatzung muss auf sehr beengtem Raum arbeiten und bereits alles im Voraus schon bedenken, da dies oben in der Luft nicht möglich ist. Dies ist eine ziemliche Herausforderung. In einem RTW hat man mehr Möglichkeiten für die eine oder andere Situation. Sie haben allerdings den Vorteil viel schneller am Zielort anzukommen. Der Rettungshubschrauber deckt das gesamte Spektrum der Notfallmedizin ab. Auch das schnelle zubringen eines Notarztes ist eine weitere wertvolle Eigenschaft der Luftrettung.

Die Technischen Daten waren ein weiterer interessanter Punkt an diesem Abend.
250 km/h Fluggeschwindigkeit, 2,9t Gewicht des Hubschraubers und der ca. 700l Tank ausreichend für ca. 2h Flug, waren nur einige Details. Notfallorte im Umkreis von 70km kann er in 20 min. erreichen. Geflogen wird von Sonnenaufgang (frühestens 7 Uhr) bis Sonnenuntergang.

Das Personal besteht aus Piloten der DRF Luftrettung, Notärzten aus dem Krankenhaus Leonberg und dem Katharinenhospital Stuttgart, so wie Rettungsassistenten/Notfallsanitäter der DRF Luftrettung. Die Notärzte sind aus der Fachrichtung Anästhesie, Notfall- und Intensivmedizin, Inneren Medizin und Chirurgie. Die Notfallsanitäter/Rettungsassistenten haben die Zusatzqualifikation HEMS-TC ( Helicopter Emergency Medical Service Technical Crew Member). Diese erlaubt es ihnen, den Hubschrauberpiloten bei der Navigation und der Luftraumbeobachtung zu unterstützen.

Ein Probesitzen im Hubschrauber durfte natürlich auch nicht fehlen.
Mit vielen Informationen und Eindrücken verließen wir Crew der Luftrettung nach einem gemeinsamen Gruppenfoto vor dem Hubschrauber. Sie hatten sich auch an diesem Tag ihren Feierabend wohl verdient.
Dies war unser etwas anderer Dienstabend! Ein gelungener auf jeden Fall!